Zinshoch ueber Europa |
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| posted: Oct 07 2007 at 11:29 AM |
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In der Frankfurter Skyline ragt der Eurotower nicht besonders heraus. Doch alle vier Wochen richtet die gesamte Finanzwelt ihre Augen auf den immerhin knapp 150 Meter hohen Büroturm: Wenn am Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Ausrichtung der Geldpolitik für den gesamten Euroraum entschieden wird, warten Analysten und Investoren gespannt auf die Aussagen von Notenbankpräsident Jean-Claude Trichet. Im Juni 2007 erhöhte die europäische Notenbank ihren Leitzins auf 4,0 Prozent. Es war bereits die achte Erhöhung seit Ende 2005. Im Zuge dessen legten auch die Renditen für festverzinsliche Anlagen kräftig zu.
Die Renditen sind gestiegen - die Kurse gesunken
Anfang Juni erreichte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erstmals seit viereinhalb Jahren die Marke von 4,6 Prozent. Doch was manchen Neuanleger freut, ist für bereits investierte Anleihebesitzer von Nachteil. Denn steigende Renditen bedeuten am Rentenmarkt sinkende Kurse. So verlor der Kurs des richtungweisenden Euro-Bund-Future, eines Terminkontrakts, der als Gradmesser für die Entwicklung des Anleihemarkts gilt, im Jahresverlauf bis Anfang Juli schon gut 5 Prozent - für die vergleichsweise stabilen Rentenmärkte eine drastische Bewegung. „Was wir auf dem Rentenmarkt derzeit erleben, ist vor allem die Kehrseite eines starken Wirtschaftswachstums", kommentiert Karsten Junius, als Senior Economist bei der DekaBank für das Kapitalmarkt- und Immobilienresearch verantwortlich. Hinzu kommt, dass der Aufschwung an den Aktienbörsen — den zwischenzeitlichen Kurskorrekturen zum Trotz — viele global und langfristig agierende Investoren von einem stärkeren Engagement an den Rentenmärkten abhält. Die positive Entwicklung der Aktienkurse dürfte sich also nach Einschätzung von Experten tendenziell fortsetzen. So erwartet die DekaBank, dass der Deutsche Aktienindex Dax im Jahr 2008 zwischen 8.000 und 9.000 Punkten notieren wird.
Der Aufschwung in Europa ist intakt
Der positive Ausblick für die Börsen spiegelt die fundamentale Wirtschaftslage: Die europäische Wirtschaft brummt. Daran änderten bislang auch die steigenden Zinsen nichts. Im vergangenen Jahr kletterte das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum um 2,8 Prozent - der höchste Wert seit dem Jahr 2000. Kapitalmarktexperte Junius rechnet damit, dass sich der konjunkturelle Aufschwung fortsetzt: „Wir erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt in Euroland im laufenden Jahr um 2,7 Prozent wachsen wird."
Die robuste Konjunktur treibt allerdings tendenziell die Preise nach oben - und die Inflation ist neben der Geldmenge das maßgebliche Kriterium für die Zinsentscheidungen der EZB. Im Juni erhöhten die Notenbanker die Inflationsprognose für dieses Jahr - von 1,8 Prozent auf 2,0 Prozent. Für 2008 erwartet die EZB einen ähnlich hohen Wert. Dabei ist es ein primäres Ziel der Währungshüter, die Teuerung zwar nahe bei, aber doch unterhalb von 2 Prozent zu halten. „Wir tun jederzeit, was immer notwendig ist, um den Inflationsrisiken zu begegnen", lautet das Credo von Notenbankpräsident Trichet. Daher rechnen die Volkswirte der DekaBank damit, dass die EZB den Leitzins noch in diesem Jahr auf 4,5 Prozent erhöhen wird. Mit Spannung blicken die Anleiheinvestoren aber nicht nur zum Eurotower in Frankfurt, sondern auch auf die amerikanische Notenbank Fed. Eigentlich waren viele Experten darauf eingestellt, dass diese die Zinszügel bald wieder lockert, nachdem sie von Juni 2004 bis Mitte 2006 den Leitzins in insgesamt 17 Schritten auf 5,25 Prozent erhöht hatte. Doch Notenbankpräsident Ben Bernanke ließ das Zinsniveau angesichts der hohen Inflationsrate in den Vereinigten Staaten bislang weitgehend stabil.
Zwar ist es nach Einschätzung vieler Beobachter gut möglich, dass die Renditen an Europas Anleihemärkten zwischenzeitlich neuerlich anziehen. Doch bleibt das Potenzial nach oben begrenzt. Dafür spricht schon allein das Niveau des Realzinses, bei dessen Berechnung neben dem Zins die Inflation mit einfließt. Auf Basis zehnjähriger Staatsanleihen lag der Realzins im Euroraum Mitte des Jahres bei knapp 3 Prozent, der höchste Wert seit fünf Jahren. „Die Renditen sollten damit ein für Anleger attraktives Niveau erreicht haben", meint Marktstratege Junius.
Mit intelligentem Fondskonzept Chancen nutzen
Infolge dieser gestiegenen Attraktivität könnten sich die Kurse stabilisieren. Die Experten der DekaBank sind jedenfalls überzeugt, dass die Rendite von zehnjährigen Euroland-Anleihen bis Juni kommenden Jahres um das Niveau von 4,6 Prozent pendeln wird. Vor diesem Hintergrund stellt sich mancher Anleger die Frage, wann wohl der optimale Zeitpunkt zum Einstieg in den Rentenmarkt gekommen sein dürfte. Die einfachste Lösung ist es, einen Investmentfonds zu erwerben. So können Anleger beispielsweise mit Deka-Euro Ren-tenPlus CF/-TF dank eines ausgeklügelten Investmentkonzepts sowohl von fallenden wie auch von steigenden Anleihekursen profitieren. Das Portfolio besteht aus verzinslichen Euro-Wertpapieren bester Bonität. Gesteuert wird der Fonds gemäß einem technisch-mathematischen Modell, wobei das Fondsmanagement das Portfolio durch den gezielten Einsatz von Derivaten je nach Marktlage in die aussichtsreichste Richtung lenkt (ISIN: Deka-Euro RentenPlus CF: DE000DK0A012; Deka-Euro RentenPlus TF: DE000DK0A020).
Wer eine langfristige Anlagestrategie verfolgt und sich auf die Expertise erfahrener Marktexperten verlässt, muss sich um den Einstiegszeitpunkt kaum Gedanken machen — und kann auch dann gelassen bleiben, wenn die Finanzwelt allmonatlich gebannt in Richtung Eurotower blickt.
FondsMagazin
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